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Die 24. Jugendmeisterschaften
des Landkreises Aichach-Friedberg fanden heuer vom 13. bis 16. Juli 2005
bei den Vereinen SV Unterschneitbach, SC Oberbernbach und TC Obergriesbach
statt. Eingeladen waren alle Jugendlichen und Schüler des Landkreises
Aichach-Friedberg von den Bambini bis zu Juniorinnen bzw. Junioren.
Fast
100 Teilnehmer
Trotz der allgemeinen Tennismüdigkeit konnten die Organisatoren der
33. Jugend-Kreismeisterschaften fast 100 Meldungen allein für die
Einzel verzeichnen. Das Interesse für diese Veranstaltung ist also
nach wie vor vorhanden. Ein besonderer Dank gebührt den Vereinen
SV Unterschneitbach, SC Oberbernbach und TC Obergriesbach, die auf Bitte
der Tennisgemeinschaft Aichach-Friedberg gemeinsam die Austragung der
Meisterschaft übernommen haben und das relativ kurzfristig.
Insbesondere für den SV Unterschneitbach bot diese Veranstaltung
aber auch die Möglichkeit, sein neu erbautes Vereinsheim und die
unten am Hang ideal gelegenen drei Tennisplätze einer größeren
Öffentlichkeit zu präsentieren. Dies gelang auch vorzüglich,
denn zu den Spielen und vor allem zur Siegerehrung war eine Menge Zuschauer
nach Unterschneitbach gekommen.
Entscheidungen
in 13 Klassen
Sportlich war einiges geboten. In 13 Einzel- bzw. Doppelklassen wurden
die Kreismeistertitel ausgespielt. Bei den Bambini gewann Felix Schweyer
aus Mering vor Florian Guggumos (ebenfalls Mering). Mädchen AK4-Kreismeisterin
wurde Eva Bielohlawek aus Stotzard vor Melina Feiger aus Pöttmes.
In AK3 der Mädchen setzte sich die Friedbergerin Linda Pflanzelt
gegen Theresa Golling (Mühlhausen) durch. Mit Michael Guggumos gewann
bei den Knaben Ak4 ein Meringer vor Tizian Westner aus Friedberg, während
in der AK3 mit Sieger Philipp Passarge vor Andre Mögele zwei Friedberger
unter sich waren.
Bei den Juniorinnen AK2 setzte sich Julia Martini (Mering) gegen Lisa
Schnürer (Aichach) durch und in der AK1 Jessica Schlaegel (Pöttmes)
gegen Katherina Lind (Obergriesbach). Bei den Junioren waren am Ende die
Friedberger Akteure unter sich: (AK2) Tobias Schröder vor Markus
Rochau und (AK 1) Patrick Eberle vor Philip Shahabi.
Fast
wie Roger Federer
Besonders die Endspielteilnehmer der höchsten Juniorenklasse, Patrick
Eberle und Philip Shahabi, lieferten sich ein furioses Endspiel in drei
Sätzen, das nicht besser inszeniert hätte werden können.
Patrick Eberle zeigte Schläge, wie man sie im Fernsehen von Roger
Federer her kennt vielleicht nicht ganz so schnell und sicher:
durchgezogene Rückhände und Vorhand-Topspins, die Philip Shahabi
auf der gegenüberliegenden Seite durch außerordentliche Schnelligkeit
und brillante Laufarbeit parieren konnte. Am Ende setzte sich der ruhigere
Spieler durch und Patrick Eberle wurde unter großem Beifall Jugendkreismeister.
Lob für
Ausrichter und Sportler
Nach der letzten Partie warteten die Kinder und Jugendlichen gespannt
auf die Siegerehrung, die Landrat Rupert Reitberger zusammen mit Josef
Gschwandner von der SV Unterschneitbach durchführte. Die Begrüßung
übernahm der SVU-Gesamtvorstand Werner Gründwald. In einer kurzen
Rede bedankte sich Rupert Reitberger bei den veranstaltenden Tennisvereinen
für ihr Engagement. Er hatte vom Vorsitzenden der Tennisgemeinschaft
Aichach-Friedberg, Reiner Laske, erfahren, dass diese Veranstaltung zum
ersten Mal von diesen benachbarten Vereinen ausgerichtet wurde. Die Premiere
sei rund herum gelungen. Reitberger meinte, dass solche sportlichen Wettbewerbe
helfen würden, die Menschen im Landkreis zusammenzuführen. Josef
Gschwandner versäumte es nicht, sich bei seinem Organisationsteam
aus Mitglieder der drei veranstaltenden Clubs herzlich zu bedanken
und auch bei Petrus für das ausgezeichnete Wetter. Große Anerkennung
zollte Gschwandner den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen, die äußerst
fair und sportlich gekämpft hatten und sich absolut keine Entgleisungen
geleistet hätten. Eher an die Vereine gingen seine kritischen Worte,
denn die Meldedisziplin war miserabel. Bis zum offiziellen Endtermin hatten
insgesamt nur drei Vereine gemeldet, alle anderen Meldungen kamen verspätet
an. Dies sorgte zwischenzeitlich für Aufregung bei den Organisatoren.
Und noch ein Problem sprach Gschwandner an: Wenn jemand für einen
Wettbewerb gemeldet hat, dann muss er auch antreten, ob es heiß
ist oder ob es regnet. Wenn jemand früh morgens z.B. aus Mering anfährt,
um sein Spiel zu absolvieren und er kann gleich wieder heimfahren, weil
sein Gegner nicht erschienen ist, dann sinkt seine Begeisterung für
eine solche Veranstaltung beträchtlich.
Friedberger
machen Stimmung
Bei der Siegerehrung durften die jungen Sportler die Pokale und Urkunden
aus der Hand von Rupert Reitberger entgegennehmen, wobei erwartungsgemäß
immer wieder die Großvereine Friedberg, Mering, Aichach und Pöttmes
genannt wurden. Schade, dass heuer keine Teilnehmer aus Kissing dabei
waren. Ein großes Hallo unterstützt von einem laut trötenden
Signalhorn veranstalteten die Friedberger Teilnehmer, wenn wieder
einer der ihren als Sieger aufgerufen wurde. Das trug zur fröhlichen,
offenen Stimmung an diesem herrlichen Nachmittag in Unterschneitbach bei.
             
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